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Stehen die Schulen im Flüchtlingscamp Maxmur/Irak vor dem Aus?

Was wird aus 3.100 Schulkindern?

 

 

Die etwa 10.000 Menschen im Flüchtlingscamp Maxmur sind kurdische Familien, die vor zehn Jahren aus der Türkei in den Nordirak geflohen sind. Seit fünf Jahren leben sie in einem Camp in der Naehe der Stadt Maxmur. Dass Maxmur kein klassiches Zeltlager ist, sondern aeusserlich mehr einem Dorf aehnelt, sollte nicht über die bestehenden Probleme hinweg taeuschen. Die Wasserversorgung und das Gesundheitswesen bereiten auch nach fünf Jahren noch ernsthafte Sorgen. Aber wir möchten heute nur auf die Lage der Schulen eingehen.

Es gibt heute in unserem Camp etwa 3100 SchülerInnen die bis zum Abitur in ihrer Muttrsprache kurdisch unterrichtet werden. Die Schulen wurden mit Hilfe des UNHCR erbaut, der das Camp auch offiziell unterstützt. In der Praxis sieht es leider so aus, dass wir bis auf ein geringes Kontingent an Bleistiften und Heften zu Beginn eines jeden Schuljahres völlig auf uns gestellt sind. Alle 92 LehrerInnen arbeiten auf freiwilliger ehrenamtlicher Basis. Sie erhalten nicht die geringste finanzielle Unterstützung. Der Zusammenabruch des Saddam-Regimes hat zwar eine Reihe von Freiheiten gebracht, andererseits ist das Leben auch wesentlich teurer geworden. So gibt es beispielsweise keine kostenlose medizinische Versorgung mehr für uns Flüchtlinge an den staatlichen Krankenhaeusern. Wer das Geld für eine Operation nicht aufbringen kann, wird nicht behandelt. Wenn die Entwicklung in diese Richtung weiter gehen sollte, werden viele LehrerInnen den Schuldienst quittieren müssen, was zu ernsten Engpaessen bei der Erfüllung des Lehrplans führen kann.

Neben dem Unterricht fertigen die LehrerInnen alle Unterrichtsmaterialien selber in Kurdisch an oder übersetzen Schulbücher aus anderen Sprachen. Weil wir keine Möglichkeiten zum Vervielfaeltigen haben, müssen die SchülerInnen alles von der Tafel abschreiben, was das Unterrichten immens erschwert.

Es gibt Kinder im Camp, die die Schule nicht besuchen könnten, wenn wir keine Schuhe für sie bekommen könnten. Dass die SchülerInnen auch in den kalten Wintermonaten in Plastiksandaletten ohne Strümpfe im Unterricht erscheinen, ist die Regel. Feste Schuhe sind leider die Ausnahme.

In den Wirren nach dem Krieg ist selbst die frühere, wenn auch unzureichende Ausstattung der Schulen mit Schreibmaterialien ungewiss. Aber ohne ein Heft und ohne einen Stift ist auch bei allem guten Willen kein Unterricht möglich. Damit unsere Schulen nach diesem Sommer nicht geschlossen bleiben, sind wir auf Eure Hilfe angewiesen.

 

Was wir am drindendsten brauchen:

 

  • Schreibmaterialien
  • Schulkleidung und Schuhe
  • Photokopierer oder Copyprinter

 

Bitte lasst uns nicht im Stich! Helft uns, der Jugend von Maxmur zu einem Start ins Leben zu verhelfen.

Jede Art von Spenden ist willkommen.

Für Rückfragen und weitere Informationen wendet Euch bitte an

 

 

 

Im Voraus herzlichen Dank für Eure solidarische Hilfe!

 

 

 

 

Die LehrerInnen und Lehrer des Flüchtlingscamps Maxmur/ Irak

Maxmur, den 4. August 2003

 

 

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